Heute wollt ich’s wissen. Nach kurzer Nacht, dank des Zuglärmes, schlummerte ich doch noch einmal weg. Um 10 betrat ich aber geduscht und gestriegelt den Frühstücksraum. Ich wunderte mich, dass ich ganz allein war. Dabei war Frühstück von 8 bis 12. Ich vermied das huhnlose Rührei und nahm mir ein totgekochtes Ei, Toasts, Obst und schlechten Automatenkaffee. Hier stand auch eine Siebträgermaschine, wurde aber wohl nur bei besonderen Anlässen angeschmissen. Ich war doch aber ein besonderer Anlass. Eigentlich hab ich nur bis 26. gebucht, aber eigentlich war es hier doch ganz nett. Dolce farniente. So ging ich im Anschluss an der Rezeption vorbei und verlängerte noch um weitere zwei Nächte, werde aber leider das Zimmer wechseln müssen. Ich fragte die netten Damen ob hier nicht irgendwelche Clubs aufhaben. Ich fand zwar auf Google Maps welche, aber diesen waren noch nicht auf oder hatten keine Öffnungszeiten angegeben. Sie meinten, unter der Woche eher schlecht, nur am Wochenende. Ist der Nachteil an der Nebensaison. Nun ja, dann nicht.

Ich entschloss in die Innenstadt von Rimini zu gehen und mir einmal das Städtchen anzuschauen. Ich wählte den kompletten Weg am Strand entlang. So 25 min läuft man dann schon, bis man am Kanal mit Hafen ankommt, der dann vom Ufer weg in die Innenstadt führt. Bei 29 Grad im Schatten und ohne wirklichen Schatten war es ein ganz schöner Marsch. Aber das ist doch genau meins, naja fast … ein bisschen.
In Italien sind scheinbar große Kanäle damals Mode gewesen, die in die Innenstadt führten. Ich vermute, dieser diente wie in Triest ebenfalls dazu, Waren schnell direkt in die Stadt transportieren zu können. Die Stadt ist recht unscheinbar. Keine großen prunkvollen Gebäude, alles in allem aber mit Parks durchzogende Gassen. Ich genoss diesmal ein Milchshake (Gelato Shake) Vanille. Hat ungewöhnlich geschmeckt. Man merkte, dass das Eis nicht industriell hergestellt wurde. Es war nicht allzu süß und auch nicht gelb. Man sah aber überall die typischen schwarzen Punkte der Vanilleschote. Echt lecker. Ich drehte die eine oder andere kleine Runde bei der Hitze, aß noch etwas zu Mittag (esse ich hier meist am Nachmittag erst) und begab mich wieder gen Hotel. Diesmal wählte ich eine Parallelstraße vom Strand, die mir Schatten spendete. Hier gab’s es den ganzen Weg kleine Läden und Restaurants. Die meisten Läden verkauften Strand- und Souvenirgedöns. Strandtücher, Sonnenbrillen, Spielzeug, Möpse- und Penisschnapsgläser mit Rimini Beschriftung. Ganz großes Kino. Zwischendurch gab’s auch Schmuck und Klamotten. Dabei sah nicht alles schlecht aus, aber eher einfach. Typische Strandgeschäfte, wie es sie überall gibt. Auch die eine oder andere Spielhalle war dabei. Da hat mein Auge kurz gezuckt. Aber ich wiederstand.


Am Pool gab’s dann zur Belohnung noch ein Gin Tonic und der Abend ist bei einem Fußballrelegationsspiel ausgeklungen.

Neuer Tag, neuer Strand hieß es heute. Hatte ich mich ja gestern enorm verausgabt. Aber erst musste ich nach der Zimmerreinigung meine sieben Sachen von Zimmer alt auf Zimmer neu bringen. Überraschung: wieder B-Blick. Dann ging es aber schnell mit Handtuch UND Badehose zum Strand. Heute wollte ich mich aber nicht mit einer KI streiten, sie soll ja meinen Text wieder lektorieren. Dafür knallte ich mich unter einen Schirm und hörte Podcast. Meinen (sch)mächtigen Körper erhob ich nur einmal zum Essen gehen und einmal, um ins warme Wasser zu gehen. Ach ja, zurück muss ich ja dann auch noch. Aber erstmal liege ich hier und schreibe diesen Artikel. Ich rege mich ja immer über sinnlose Informationen im Internet auf. Ich finde ja, das hier gehört dazu. Aber es dient hauptsächlich mir als Tagebuch, das ich später nochmals aufrufen kann und sagen kann: „Ach kuck: damals konnte ich noch richtig gut am Strand rumlungern. Heute hält das die Blase nicht mehr durch. *Lach*“